„Vielheit des Selbst – Fragmente der Wirklichkeit“ (Detail)

"Vielheit des Selbst - Fragmente der Wirklichkeit" (Detail)

„Vielheit des Selbst – Fragmente der Wirklichkeit“

Aus einem vielschichtigen Gefüge von Farbe und Materie treten Gesichter, Körperfragmente und schemenhafte Wesen hervor. Sie überlagern sich, durchdringen einander und lösen sich wieder auf. Ihre Vielheit spiegelt die unterschiedlichen Facetten menschlicher Identität – geprägt von Erfahrungen, Erinnerungen und unbewussten Bildern.

Die reliefartige Oberfläche bewahrt Spuren dieser Erscheinungen und verbindet sie zu einem offenen Geflecht. Was zunächst als eigenständige Gestalt erscheint, verliert seine Grenzen und wird Teil eines größeren Zusammenhangs.

Das Bild führt zur Frage, was unser Selbst jenseits wechselnder Rollen und Vorstellungen ausmacht. Sind wir die Summe unserer Erscheinungen oder Ausdruck eines umfassenderen Seins?

Zwischen Ich und Nicht-Ich, Vielheit und Einheit erscheint Identität nicht als feste Größe, sondern als fortwährender Prozess des Bewusstseins. Das menschliche Selbst ist kein abgeschlossenes Bild, sondern ein wandelbares Gefüge aus Erfahrungen und Bewusstseinsformen. In den Fragmenten seiner Erscheinungen wird die Möglichkeit einer gemeinsamen Wirklichkeit erahnbar, die das Einzelne verbindet und über seine Grenzen hinausweist.